Mittagstisch

Montag bis Freitag:

12:00 Uhr bis 15:00 Uhr

 

Simplement et tout simplement délicieux  

 

Woche vom 19.08.2019 bis 23.08.2019

Liebe Freunde der wohlüberlegten Nahrungsaufnahme

Im und beim Barista, das Café heißt so, wie der Mann hinter seiner blitzblanken Siebträgermaschine, die uns schon von ferne anfunkelte, fanden wir auf der Terrasse ein Plätzchen. Wir hatten den Weg hinter der Promenade gewählt, zurück von Kühlungsborn West nach Kühlungsborn Ost. Nun ist Kaffee ja nicht gleich Kaffee, wobei, wenn man die entsprechende Menge Milch nennt, die den Kaffee verdünnen soll, gibt es meist keine Rückfragen und so bestellten Kathleen einen Café Crème und Marieke ‚Gefleckte Milch‘ auf Italienisch. Ich trinke meinen Kaffee gern schwarz und bestellte mir einen „Kaffee!“ „Möchten Sie eine indische Mischung mit Javabohnen, mit erdigen Nussaromen (???) von mittlerer Stärke oder lieber Arabica Bohnen aus den Bergen Madagaskars mit leichter schärfe aber rund am Gaumen?“ Ich fragte mich, was ich falsch gemacht hatte. Etwas strenger und leicht genervt wiederholte ich meine Bestellung: „Einen Kaffee hätte ich gern, ohne Milch und Zucker!“ Mitleidige Blicke trafen mich und ich merkte, wenn ich mich nicht für Indien oder Madagaskar entscheide, würde der ganz in schwarz gekleidete Barista – schwarze Hose, schwarze Schuhe, schwarzes Hemd, schwarze Weste und schwarzen Drei-Tage-Bart – ohne Mitleid vom Tisch entschwinden. „Ich nehm den Indischen, wird ja wohl Hochland sein.“ Der dunkle Mann entschwand und brachte sein Maschinchen zum Zischen. Ich schielte zu Kathleen ob sie wohl eine andere Wahl getroffen hätte, aber diese liebäugelte bereits mit den auf dem Tresen aufgereihten Champagner Jéroboam Flaschen. Champagner hatten wir bereits gehabt. Auf der Promenade auf dem Hinweg bei ‚Edel und Scharf‘. Dort gab es Currywurst und Champagner und nannte sich Menü. Das heißt: Meine Mädels hatten Champagner, ich die Currywürste. Und ein Glas ist kein Glas! Wenn sich die Mädels die Champagner-Menüs wenigstens ohne Pommes bestellt hätten. Aber naja: Rein figürlich kann ich’s mir ja leisten.

Wir schlürften unsere ‚Schälchen Heeßen‘ und Marieke stellte noch einmal fest, dass ich total unhöflich zu dem netten Herrn war. Ich dachte an den Rückweg und daran, dass der Radweg umgekehrt proportional zur schönen Aussicht auf die Ostsee immer schlechter wurde. „Im Gespenster Wald vor Nienhagen müssen wir aufpassen, damit wir nicht ausversehen einen der Hobbyfotografen, die auf dem Weg stehen, sitzen oder gar liegen, um das beste Foto für ihre Wats-App-Brigade zu schießen bemüht waren, übern Haufen radeln!“ „Hast du den einen gesehen, der sich mir vor das Rad geschmissen hat?“ echauffierte sich Marieke noch einmal. Wir fragten uns noch ein paar Details vom Herweg ab, vielleicht hatte ja jemand den Hinweg mit geschlossenen Augen gemeistert.

Zum Aufbruch bereit, winkten wir Monsieur Barista nach der Rechnung. Um ihn wieder milde zu stimmen und für den weiteren Tag zu motivieren, vielleicht auch als Entschuldigung für meine anfängliche ‚totale‘ Unhöflichkeit, lobte ich den getrunkenen Kaffee. „Der war wirklich lecker und sehr harmonisch im Abgang. Wenn ich hoffentlich bald wiederkomme, probiere ich den anderen.“ Schon dieser anschleimende Satz genügte, um die zugereiste Plaudertasche anzustacheln: „Ja, die Kaffees sind wirklich sehr beliebt. Vom Indischen verkaufen wir im Jahr ca. 13 Tonnen und vom Madagaskar Kaffee fast genauso viel.“ Schwärmte der schwarze Barista. – Meine unternehmerische Eifersucht war geweckt. Ich schaute mich kurz um. Es war nur der Freisitz besetzt. Im Intérieur, des gut gehenden Cafés saß niemand. An zwei Tischen à l'extérieur waren die Gäste schon um halb vier Uhr zum Wein übergegangen, an einem sprudelte der Champagner oder perlende Verwandte im Glas und an zwei weiteren probierte man kühlende Cocktails. Zwei Tische warteten auf Gäste und nur an zwei weiteren, mit unserem also an drei Tischen wurde Kaffee getrunken. „Das sind ja 26 Tonnen Kaffee, die Sie im Jahr durch die Maschine pressen. Das heißt: bei ca. 8g Kaffee pro Tasse – großzügig gerechnet – also 120 Tassen pro Kilo. Macht, ich überschlag das mal kurz und runde das Ergebnis: Drei Millionen Tassen Kaffee! Ein tapferes Maschinchen haben Sie da. Und nun stellen Sie sich vor, ich bin Finanzbeamter im Urlaub und riesig frustriert, weil meine Ferien morgen schon Enden. Da rechne ich jetzt mal 3 Millionen, mal 2,80 €. Das macht, mal wieder großzügig gerechnet 8 Millionen Euro Umsatz nur mit Kaffee im Jahr. Sie Glücklicher! Aber das macht eben auch 1,5 Millionen Euro Umsatzsteuer, das Einkommen zu berechnen überlass ich anderen.“ Der Schwarze kam mir auf einmal sehr blass vor und da keine Sommersonne mehr zur Bräune nutzte, klärte ich ihn auf: „Keine Angst, wir sind nur neidische Kollegen, Gastronomen aus Leipzig. Soviel Kaffee brühen wir bei uns nicht. Bei uns geht mehr der Champagner.“ Auch mir stießen die riesigen Jéroboam Champagnerflaschen ins Auge. „In Leipzig sind die Leute so hipp, dass sie zum Munterwerden statt Kaffee, eine Demi-Bouteille Champagner schlürfen, manche auch gern eine Imperial. Na und für anstehende Besprechungen nehmen sie auch gern noch eine Flasche Magnum mit ins Büro. Und bei Aussicht auf besonders schwierige Debatten im Kollegenkreis, nehmen sie natürlich auch gern mal eine Jéroboam unterm Arm mit in den Sitzungssaal.“

Ich schwöre!!! Wenn Kathleen nicht losgeprustet hätte, der hätt’s geglaubt. Er lachte. Tätschelte mir komplizenhaft die Schulter und fragte nach unserer Restauration. Wie unter Gastronomen üblich, versicherten wir uns ehrlich gemeinten gegenseitigen Besuchen. Ich lud ihn ein, zu einem unserer nächsten Salonabende zu kommen. Vielleicht kann der ja unter dem Titel ‚Genug Seemannsgarn für alle‘ lauten.

Aber apropos Champagner, unser nächstes Champagnerfrühstück, frühstücken wir am 29.09.2019 wieder um 10:30 Uhr. Dann spinne ich auch wieder ein wenig Seemannsgarn aus der Champagne…

Bis gleich

 

 

Montag

 

 

 

Vorspeise:

Ministrone à la Mariecenne

 

 

Hauptspeise:

Jambon Bayonne an mariniertem Gemüse und Kräuter-Buchweizen

Dienstag

 

 

 

Vorspeise:

Kalte Buttermilch-Gemüse-Suppe

 

 

Hauptspeise:

Boulette mit Kartoffel an Kartoffel

Mittwoch

 

 

 

Vorspeise:

Matjes-Crostini mit Tomate und Avocado

 

 

Hauptspeise:

Fisch(?) auf Pfifferlingsrisotto mit Senf-Pistou

Donnerstag

 

 

 

Vorspeise:

Gaspacho-Salat

 

 

Hauptspeise:

Ei in der Galette mit gebackenem Karotten-Kürbis-Gemüse

Freitag

 

 

 

Vorspeise:

Radieschensalat mit eingelegtem Munsterkäse

 

 

Hauptspeise:

Entenbrust an Gurken-Erbsen-Gemüse mit Beerensauce dazu Weizenschrotbrötchen

 

Mittwoch, Donnerstag und Freitag ab 18:00 Uhr

 

Côte de Bœuf an Kürbis-Choucrout

Entenbrust mit Pfifferlingen und Champignons auf Wildkräutersalat

Dorade im Salzmantel

ÉPICERIE

Petite Marieke

auslesen & genießen

Öffnungszeiten 

Montag und Dienstag:

8:00 Uhr bis 18:00 Uhr

 

Mittwoch, Donnerstag und Freitag: 

8:00 Uhr bis 22:00 Uhr

 

Samstag,Sonntag und Feiertag

geschlossen

Ab 03.01.2019 ab 8:00 Uhr geöffnet!

Kontakt

Datenschutz

 

ÉPICERIE Petite Marieke

 

Leipzig - Musikviertel

Mozartstraße 6

04107 Leipzig

 

Telefon:

0049-341-2235260

E-Mail:  



bistro@epicerie-pm.de

catering@epicerie-pm.de

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© ÉPICERIE Petite Marieke

Diese Homepage wurde mit 1&1 IONOS MyWebsite erstellt.